Es wird anspruchsvoller!

Aktuell kann ich im Rahmen des Kunden-Projektes meine erste Kundin ganz selbständig von A–Z bedienen. Weil ich erst seit knapp drei Jahren in der Schweiz lebe, ist mein Bekanntenkreis nicht sehr gross und ich bin sehr froh, dass sich die Ausbildnerin Jeanin mir zur Verfügung stellt. Sie ist jung, schlank und gross, das perfekte Model, ich freue mich extrem darüber für sie eine Hose herzustellen.

Die Kundin wünscht sich eine moderne Papaerbag-Hose ohne Bund aber mit Gürtel. Die Arbeit beginnt mit Modell definieren, Massnehmen, Schnitt erstellen und Moulure herstellen und anprobieren.

Erst wenn alles perfekt sitzt, schneiden wir den Stoff zu und nähen die Hose. Es bereitet mir sehr grosse Freude zusammen mit der Kundin das Modell zu besprechen und die Materialen auszuwählen. Ich freu mich schon am Ende zu sehen, wie die Hose sitzt!

Toll, dass ich schon in der Lage bin, ein Produkt wie ein Profi total selbständig zu realisieren.

Im Atelier in Willisau bearbeiten wir immer wieder Aufträge für Yogaboutique. Das ist ein Schweizer Label mit einem Shop und Onlineshop für exklusive Produkte für Yoga.

Schon diverse Produkte wie Leggins, Bustier, Tops Shirts haben wir in verschiedenen Farben und Grössen hergestellt. Aktuell bin ich dabei neue Prototypen nach den Vorstellungen der Kundin herzustellen. Es gefällt mir verschiede Verarbeitungen auf den Jersey-Maschinen zu testen und festzustellen, welche Methode zum besten Qualitätsergebnis führt und natürlich auch sehr schön aussieht und ausserdem auch noch bequem ist.

Eine grosse Herausforderung war die Herstellung von Poloshirts für Herren. Die Knopfleiste und der Kragen müssen besonders exakt genäht werden, sonst sieht es asymmetrisch und schief aus. Zudem war der Stoff schwierig zu verarbeiten. Mit ein bisschen Übung ist auch das gut gelungen.  

Für die Schweizer Firma Nile konnten wir aus Stoffüberhängen aus der Produktion Blusen herstellen. Es ist das Ziel der Firma, nachhaltige Produkte in der Schweiz herzustellen um Stoffabfälle zu vermeiden. Aktuell werden die Produkte unter dem Thema «Upcycling meets Schneiderhandwerk» an mehreren Standorten verkauft.

Auch den vierten und schon zweitletzten üK haben wir geschafft. Wir lernten die schwierigen Details für Blazer und Veston wie Reverskragen und Leistentaschen.

So geht meine Lehrzeit bei LU Couture immer weiter und ich kann mich laufend entwickeln. Die vielseitigen Arbeiten gefallen mit nach wie vor sehr gut, der Beruf macht mir Spass.

 

Alayah Baltensperger

Bekleidungsgestalterin EFZ, 2. Lehrjahr im 3. Quartal
März 2022

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